Kurkuma: das natürliche Äquivalent zu Ibuprofen

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Kurkuma Blume

Die heilende Kraft von Kurkuma ist längst kein Geheimnis mehr. Das indische Wundermittel findet in der deutschen Küche allerdings eher selten Verwendung. Was steckt eigentlich hinter dem gold-braunen Gewürz? Und sollten wir es vielleicht doch etwas öfter nutzen?

Kurkuma- vielversprechende Heilung aus Ostasian

Die Kurkuma-Pflanze stammt aus Südasien und zählt zu den Ingwergewächsen. Um das Kurkumagewürz herzustellen wird die gelbe, knollenartige Wurzel der Pflanze getrocknet und zerkleinert.

Der in Kurkuma enthaltene Farbstoff Kurkurmin ist dafür bekannt, die verschiedensten Erkrankungen zu lindern. Besonders gerne wird Kurkuma verwendet, um Entzündungen zu heilen und Schmerzen zu stillen.

Die Wirkung von Kurkuma

In der indischen Medizin ist die Wirkung von Kurkuma bereits seit Jahrhunderten bekannt und viel genutzt. Nun gibt es allerdings auch zahlreiche Studien, vor allem in den USA, die die positive Wirkung von Kurkuma auf den Körper belegen.

Bei Magen-Darm-Erkrankungen kann Kurkuma dazu genutzt werden, Verdauungsstörungen zu verbessern. Allerdings verspricht das Gewürz eine verdauungsfördernde Wirkung und sollte somit nicht bei Durchfall angewendet werden.

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Bei entzündlichen Erkrankungen kann das Pulver die Anzahl und/oder Schwere der Entzündungen reduzieren. Kurkuma wird häufig bei Arthrose, Colitis und Arthritis eingesetzt.

Kurkuma wird außerdem auch eine anti-kanzerogene (= vor Krebs schützende) Wirkung nachgesagt. Deshalb kann das Pulver aus der Wurzel auch zur natürlichen Unterstützung in Kombination mit Chemotherapeutika genutzt werden. Ein positiver Effekt wurde besonders bei Krebserkrankungen in Darm, Lunge, Brust sowie Prostata erzielt.

Auch bei Psoriasis, der Erkrankung des Metabolismus, Kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen kann Kurkuma eine vielversprechende Linderung bewirken.

Die Wirkung von Kurkuma ist wie bei allen natürlichen Substanzen individuell verschieden. Ob und in welchem Maße ein Wirkung erzielt wird, ist also von Patient zu Patient unterschiedlich.

Einnahme von Kurkuma: wie viel ist zu viel des Guten?

Kurkuma ist oftmals in Gewürzmischungen enthalten. Auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel können den Bedarf an Kurkuma decken. Wenn Sie eine Gewürzmischung verwenden, haben Sie den Vorteil, dass die Aufnahme des Kurkumins durch zusätzliche Gewürze, wie z.B. schwarzen Pfeffer, verbessert wird.

Die Tagesdosis von Kurkuma sollte auf den gesundheitlichen Zustand sowie die Größe und das Gewicht der Person abgestimmt werden. Eine Dosis von mehr als 3 Gramm pro Tag sollte allerdings nicht überschritten werden. Das liegt daran, dass die übermäßige Einnahme von Kurkuma z.B. zu Verdauungsbeschwerden führen kann.

Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma

Zahlreiche Erkrankungen werden durch eine Überreaktion des Immunsystems ausgelöst. Die Folge sind immer wiederkehrende Entzündungen in den unterschiedlichsten Bereichen des Körpers. Diese sind für Betroffene nicht nur schmerzhaft, sondern auch lästig. Forscher haben nun gezeigt, dass Kurkuma Einfluss auf Proteine hat, die solche Entzündungsvorgänge im Körper regulieren. Mithilfe von Kurkumin wird die Bildung solcher Proteine angeregt und Entzündungen bereits vor ihrer Entstehung vermieden bzw. gemindert. Kurkuma wirkt somit nicht nur heilend, sondern auch präventiv.

Durch seine zahlreichen entzündungs- und schmerzlindernden Wirkungen wird Kurkuma oft als natürlicher Ersatz von Kortison und Ibuprofen, allerdings ohne gesundheitsschädliche Nebenwirkungen, angepriesen. Kurkuma ist somit eine wahre Wunderwaffe. Allerdings sollte dabei nicht in Vergessenheit geraten, dass es sich hierbei immer noch um ein natürliches Mittel handelt, die Wirkung also individuell unterschiedlich sein kann.

Eins steht fest: Kurkuma ist und bleibt ein tolles Gewürz, dass wir viel öfter in unseren Ernährungsplan einbeziehen sollten. Und auch wenn keine der erhofften Wunderwirkungen einsetzt, lecker ist das Gewürz allemal!

Haben Sie schon einmal mit Kurkuma gekocht oder Ihre ganz eigenen Erfahrungen mit natürlichen Heilmitteln gesammelt? Dann schreiben Sie uns! Wir wollen von Ihnen hören!

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