Operationen: Länder mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis

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Operationen: Länder mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis
© anaumenko - stock.adobe.com

Anstehende Operationen gehen meist mit viel Stress einher. Wird wohl alles gut gehen? Werde ich Schmerzen haben? Werde ich mich lange krankschreiben müssen?

Doch nicht nur die körperliche Komponente bereitet Kopfzerbrechen, sondern auch die finanzielle. In manchen Ländern kann aber von einem soliden gesundheitlichen Standard ausgegangen werden – und zwar ohne sich verschulden zu müssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, in welche Länder Sie als Medizintourist reisen können um Operationen sicher und günstig durchführen zu lassen.

Wieso günstig, wenn ich versichert bin?

Stichwort Wunschoperationen: OPs wie etwa Schönheitsoperationen und Zahnregulierungen fallen in der Regel nicht unter die OPs, für die die Versicherung aufkommt. Diverse Leistungen, die Zähne, Spritzungen im Gesicht oder am restlichen Körper und andere Schönheitskorrekturen betreffen, können in anderen Ländern günstiger durchgeführt werden.

Medizintourismus

Zentraleuropäer sind, was die medizinische Versorgung angeht, im weltweiten Vergleich sehr gut aufgestellt. Jedoch sind viele Leistungen, die nicht zwingend nötig sind – also die Gesundheit nicht maßgeblich beeinflussen – für Durchschnittsverdienende schwer leistbar. In Osteuropa und Asien gibt es Kliniken, die primär von deutschen Patienten leben und sogar Personal für die sprachliche Verständigung beschäftigen. Doch auch die südlichen europäischen Staaten entdecken Medizintourismus vermehrt.

Die Annahme, dass Kliniken in diesen Ländern einen weniger hohen Standard vorweisen, der sich nicht mit deutschen Gegebenheiten messen kann, ist legitim.

Es kann zwar gesagt werden, dass viele der Kliniken, die das Klientel aus wohlhabenden und wirtschaftlich starken Ländern anziehen, sehr wohl auf höchste Qualitätsstandards Wert legen. Erhebungen zeigen aber, dass es gerade bei der Nachversorgung – stationär und ambulant – Nachholbedarf gibt. Oft werden Abheilphasen nicht lange genug eingehalten und stationäre Aufenthalte zu kurz angesetzt, was eine Nachbehandlung im Heimatland zur Folge hat. Dabei sollte gegebenenfalls über eine Folgekostenversicherung nachgedacht werden.

Wie ist das möglich?

In Ländern wie etwa Ungarn, Tschechien und Polen gelten andere Standards, was die Miete und Gehälter bzw. Sozialleistungen angeht. Dank niedrigerer Personalkosten und Mieten können es sich Kliniken dort leisten, hohe medizinische Standards zu bieten und gleichzeitig die Kosten in den Herkunftsländern der Touristen massiv zu unterbieten.

Vergleichen

Um die richtige Klinik auszuwählen, gilt es, Vergleiche anzustellen. Über Portale, die die Kliniken listen und (ehemalige) Patienten zur Bewertung auffordern, lässt sich viel über die Einrichtung herausfinden.

© National Cancer Institute – unsplash.com

Meist inkludieren die Services auch nur Kliniken, die einen sehr hohen medizinischen Standard erfüllen. Diverse Erfahrungsberichte können für die Entscheidung bedeutend sein. Es lohnt sich, die Websites genau unter die Lupe zu nehmen, sich das (operierende) medizinische Personal anzusehen und Rezensionen zu lesen.

Haben Fachchirurgen die richtige Ausbildung und sind auch Mitglieder in den jeweiligen Fachgesellschaften? Dort wird man nur aufgenommen, wenn die Ausbildung auch abgeschlossen wurde. Dies lässt sich im Netz recherchieren. „Schönheitschirurg“ ist im Vergleich zu „Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie“ keine geschützte Berufsbezeichnung.

In welchen Ländern stimmt Preis-Leistung am besten?

Man kennt die obligatorische Reise nach Ungarn, um das Gebiss rundum erneuern zu lassen. Brücken, Implantate, Aufhellungen und Regulierungen sind im osteuropäischen Raum um eine viel geringere Summe zu erhalten, als etwa in Deutschland oder Österreich. Das gilt auch für Schönheitsoperationen wie Brustvergrößerungen, Haartransplantationen und Fettabsaugungen – die Türkei hat sich in diesem Bereich in den letzten Jahren einen Namen gemacht.

Ungarn, Polen, Tschechien, Slowakei

Die osteuropäischen Länder sind als Anbieter für preiswertere Operationen auf einem hohen medizinischen Niveau längst bekannt. Es haben sich beispielsweise in Ungarn Kliniken etabliert, die vor allem auf dem Sektor der Zahnmedizin einen ausgezeichneten Ruf genießen und trotzdem preiswerte Leistungen weit unter dem deutschen Niveau anbieten – um bis zu 70 Prozent günstiger.

© Ervin Lukacs – unsplash.com

Tschechien hat dank dem medizinischen Schönheitsboom in Sachen Ausbildungsstandard angezogen und gehört nun schon seit einigen Jahren zu den beliebtesten Ländern für eine Schönheitsoperation. Heutzutage findet man in Tschechien medizinisches Personal, das Deutsch spricht und Kliniken, die EU-Richtlinien hinsichtlich der Hygiene umfassend erfüllen.

Türkei und Spanien

Die Türkei hat in den letzten Jahren viele Fortschritte gemacht, was Schönheitskorrekturen wie Haartransplantationen angeht. Viele verbinden den Klinikaufenthalt auch mit einem Urlaub in der jeweiligen Region – das Touristenzentrum Antalya ist auch unter Medizintouristen äußerst beliebt.

© Anna Berdnik – unsplash.com

Spanien ist heute ebenfalls ein Zentrum für Eingriffe mit ästhetischem Zweck, nirgendwo in Europa werden so viele Korrekturen durchgeführt. Das ist auf den wirtschaftlichen Aufschwung zurückzuführen und die Tatsache, dass OPs wie ein Gang ins Kosmetikstudio behandelt werden – Banken gewähren dafür auch Kredite.

Fazit

Im Ausland kann viel Geld für OPs gespart werden, vor allem in osteuropäischen Ländern. Am besten wird der Aufenthalt mit einem Urlaub zur besseren Regeneration und Erholung der Strapazen kombiniert. Günstige Angebote müssen nicht auf Kosten des medizinischen Standards gehen, aber es gilt, sich ausführlich zu informieren – egal, ob ‚nur‘ Haare transplantiert werden oder eine Brustvergrößerung samt Straffung gewünscht wird. Akribische Recherche, viele geführte Beratungsgespräche und gelesene Erfahrungsberichte sollten einem Eingriff im Ausland auf jeden Fall vorausgehen.

Der Text wurde von der mojaTRAVEL GmbH verfasst.

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