Vorsorge ist besser als Nachsorge – wie wichtig regelmäßige Besuche beim Zahnarzt sind

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Zahnärztin mit Maske und Handschuhen bereitet in einer hellen Praxis die zahnärztliche Untersuchung einer Patientin auf dem Behandlungsstuhl vor.
Angst, Zeitmangel oder fehlende Beschwerden halten viele Menschen von einem Zahnarztbesuch ab. © Andrii Lysenko - stock.adobe.com

Viele Menschen kennen es: Zunächst ein leichtes Ziehen beim Morgenkaffee und ein paar Tage später dann hämmernder Schmerz, der nicht nur sprichwörtlich die Nerven rauben kann. Zahnschmerzen nicht nur schmerzhaft, sondern erfordern meist auch langwierige Behandlungen, kostspieligen Zahnersatz oder führen zu Arbeitsausfällen. All das lässt sich mit minimalem Aufwand vermeiden – durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt bzw. bei der Zahnärztin.

Leider schieben viele Erwachsene die wichtigen Kontrolltermine auf die lange Bank. Warum fällt vielen der Gang in die Zahnarztpraxis so schwer und warum ist regelmäßige Kontrolle mehr als nur ein Blick auf die Zähne?

Warum das Aufschieben von Zahnarztterminen gefährlich sein kann

Das Aufschieben von wichtigen Entscheidungen oder Terminen ist ein weit verbreitetes Phänomen, insbesondere im Gesundheitsbereich. Die Gründe sind vielschichtig und reichen von psychologischen Faktoren bis hin zu strukturellen Hürden. In Bezug auf den Zahnarztbesuch ist ein zentraler Aspekt zudem die Angst vor Schmerzen. Bei der sogenannten Zahnarztphobie kann in extremen Fällen sogar bereits die bloße Vorstellung eines Termins Unwohlsein, Angst oder gar Panik auslösen. Darüber hinaus spielt auch der wahrgenommene Zeitmangel im modernen Alltag eine große Rolle. Viele Menschen fühlen sich von ihren privaten und beruflichen Verpflichtungen erdrückt und schieben Termine, die die Gesundheit betreffen, auf einen undefinierten späteren Zeitpunkt, da sie glauben, im Moment keine Zeit dafür zu haben.

Nicht zuletzt herrscht auch bei vielen schlicht der Irrglaube, dass mit den Zähnen schon alles in Ordnung sei, solange sie keine Schmerzen haben. Eine solche Denkweise führt dazu, dass präventive Arztbesuche vernachlässigt werden, bis ein akutes Problem auftritt. Wer Vorsorgeuntersuchungen aus Angst vor Schmerzen, Zeitmangel oder einem falschen Sicherheitsgefühl aufschiebt, riskiert nicht nur irreparable Schäden an der Zahnsubstanz, sondern auch hohe Folgekosten und mitunter langwierige Behandlungen.

Mehr als nur Karies: Warum Zahnvorsorge den ganzen Körper schützt

Die meisten Menschen verbinden den Besuch bei einem Zahnarzt oder einer Zahnärztin in erster Linie mit der Kontrolle auf Karies. Die eigentliche Rolle eines Zahnarztes oder einer Zahnärztin geht aber weit über die Suche nach etwaigen Anzeichen hinaus. Als Fachärzte und Fachärztinnen sind sie auch darin geschult, komplexe Erkrankungen wie Parodontitis, Funktionsstörungen des Kiefers oder auch erste Anzeichen von Mundhöhlenkrebs frühzeitig zu erkennen.

Parodontitis, die entzündliche Erkrankung des Zahnfleisches, kann sich nicht nur auf die Mundgesundheit auswirken, sondern auch auf den gesamten Organismus: Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bakterien im Mund können über den Blutkreislauf in andere Teile des Körpers gelangen und das Herz und auch andere Organe stark belasten.

Der regelmäßige Besuch einer Zahnarztpraxis und die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen (Zahnarzt Leipzig) sind demnach nicht nur für den Erhalt der Zahngesundheit unerlässlich, sondern auch, um andere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend behandeln zu können. Eine lückenlose Vorsorge kann zu einer Erhaltung der Funktionalität der Zähne, Gesundheit und somit der Lebensqualität beitragen.

Bonusheft nutzen: Das Schutzschild gegen teuren Zahnersatz

Am Ende wird es oft nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer. Das Aufschieben von Kontrollterminen kann durchaus Kosten von mehreren tausend Euro verursachen, die bei einer frühzeitigen Diagnose deutlich geringer ausgefallen oder auch ganz vermieden worden wären. Um die Kosten im Ernstfall so gering wie möglich zu halten, sollte zudem das zahnärztliche Bonusheft lückenlos gepflegt werden. Das Prinzip dahinter: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen mit Zuschüssen belohnt. Erwachsene müssen einmal, Kinder und Jugendliche zweimal im Jahr zur Kontrolle gehen und ihren Besuch mit einem Stempel im Bonusheft quittieren lassen, um sich die Zuschüsse zu sichern: Nach 5 Jahren lückenloser Vorsorge erhöht sich der Festzuschuss der Kasse für Zahnersatz um 60 Prozent, nach 10 Jahren sogar auf 70 Prozent.

Wer auf diese regelmäßigen Termine verzichtet, verliert im Fall der Fälle Anspruch auf den erhöhten Zuschuss und muss den Eigenanteil für teure Materialien und Laborkosten selber zahlen. Somit werden nicht nur die Zähne und die allgemeine Gesundheit, sondern auch der eigene Geldbeutel geschont, wenn der obligatorische Kontrolltermin eingehalten wird.

Zahngesundheit beginnt im Alltag

Regelmäßige Kontroll- und Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig. Eine konsequente Pflegeroutine und ein allgemein gesunder Lebensstil senken aber auch das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen erheblich. Dabei sollten vor allem folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Die richtige Putztechnik: Die Grundregel lautet: Zweimal täglich für zwei Minuten ist Pflicht, bestenfalls haben Sie die Gelegenheit, sich nach allen Mahlzeiten die Zähne zu putzen. Elektrische Zahnbürsten oder auch Schallzahnbürsten reinigen oft deutlich gründlicher und schonender als normale Zahnbürsten.
  • Die Zwischenräume nicht vernachlässigen: Eine normale Zahnbürste reinigt nur etwa 60 Prozent der gesamten Zahnfläche, die restlichen 40 Prozent verbleiben in Zahnlücken oder Zwischenräumen. Um auch diese effektiv zu beseitigen, ist die Nutzung von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten (Interdentalbürsten) unverzichtbar.
  • Zucker und Säuren reduzieren: Bakterien im Mundraum ernähren sich von Zucker, wandeln ihn in Säure um und scheiden diese aus. Sie kann den Zahnschmelz angreifen und langfristig zerstören. Der Konsum süßer Snacks und Getränke sollte daher weitestgehend reduziert werden, um dem Entstehen von Karies vorzubeugen. Wichtig zu beachten: Nach dem Essen oder Trinken von saurem Obst oder Säften sollten die Zähne für 30 Minuten nicht geputzt werden, da der Schmelz von der Säure aufgeweicht wird und durch das Putzen abgetragen werden kann. Gleiches gilt auch für Kaffee.

Fazit

Wer aus Angst oder Zeitmangel nicht zu einer Zahnarztpraxis oder einer Klinik geht, um Schäden beheben oder die Mundgesundheit kontrollieren zu lassen, geht damit ein vermeidbares und somit unnötiges gesundheitliches und finanzielles Risiko ein. Manche Praxen, etwa der Zahnarzt Leipzig, sind auf die Behandlung von Angstpatienten und Angstpatientinnen spezialisiert und bieten spezielle Methoden an, um den Zahnarztbesuch so angenehm und schmerzfrei wie möglich zu gestalten. Entsprechende Fortbildungsnachweise geben Betroffenen verlässliche Orientierung bei der Suche nach einer geeigneten Praxis.

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