{"id":6192,"date":"2025-04-17T06:00:33","date_gmt":"2025-04-17T04:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/?p=6192"},"modified":"2025-04-16T13:32:06","modified_gmt":"2025-04-16T11:32:06","slug":"thc-cbd-krebstherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/aktuell\/thc-cbd-krebstherapie\/","title":{"rendered":"Die Rolle von THC und CBD in der Krebstherapie"},"content":{"rendered":"<p>Die medizinische Nutzung von Cannabis gewinnt in der <strong>Onkologie<\/strong> zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Studien untersuchen, inwiefern Wirkstoffe wie <strong>THC<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/aktuell\/thc-in-cannabis\/\">Tetrahydrocannabinol<\/a>) und <strong>CBD<\/strong> (Cannabidiol) Symptome bei Krebspatienten und -patientinnen lindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Besonders bei chronischen Schmerzen, \u00dcbelkeit w\u00e4hrend der <a href=\"https:\/\/www.sanego.de\/ratgeber\/chemotherapie-ueberblick-ablauf-vorbereitung-nachsorge\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chemotherapie<\/a> oder Appetitlosigkeit r\u00fccken Cannabinoide in den Fokus. Doch wie genau wirken THC und CBD \u2013 und welche Rolle spielen die Cannabis-Sorten <strong>Sativa<\/strong> und <strong>Indica<\/strong> bei der Auswahl der Therapie?<\/p>\n<h2><strong>Cannabis in der Onkologie: Ein \u00dcberblick<\/strong><\/h2>\n<p>Krebspatienten und -patientinnen k\u00e4mpfen h\u00e4ufig mit starken Nebenwirkungen ihrer Behandlung. Dazu z\u00e4hlen \u00dcbelkeit, Schmerzen, Schlafprobleme und Appetitverlust. In bestimmten F\u00e4llen kann <strong>medizinisches Cannabis<\/strong> helfen, diese Beschwerden zu lindern. Der Einsatz erfolgt erg\u00e4nzend zur <strong>Krebstherapie<\/strong> \u2013 nicht jedoch als Ersatz f\u00fcr Medikamente wie <a href=\"https:\/\/www.gelbe-liste.de\/wirkstoffgruppen\/zytostatika\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zytostatika<\/a> oder eine <strong>Bestrahlung<\/strong>.<\/p>\n<p>In Deutschland ist medizinisches Cannabis seit 2017 zugelassen. \u00c4rzte und \u00c4rztinnen d\u00fcrfen es unter bestimmten Voraussetzungen verschreiben. Die Therapie richtet sich individuell nach Krankheitsbild, Symptomen und bisherigen Behandlungen. Die <strong>gesetzlichen Krankenkassen \u00fcbernehmen die Kosten in vielen F\u00e4llen<\/strong>, wenn ein Antrag bewilligt wurde.<\/p>\n<p>Zum Einsatz kommen meist <strong>standardisierte Cannabisextrakte <\/strong>oder <strong>Bl\u00fcten<\/strong> mit definierten Wirkstoffgehalten. In der Onkologie geht es meist darum, die Lebensqualit\u00e4t zu verbessern und belastende Symptome zu kontrollieren. Die Wirkung variiert je nach Patient bzw. Patientin, Dosis und Zusammensetzung. Entscheidend ist das Verh\u00e4ltnis von <strong>THC<\/strong> zu <strong>CBD<\/strong> \u2013 denn beide Substanzen wirken unterschiedlich.<\/p>\n<h2>Wie wirken THC und CBD bei Krebs im K\u00f6rper?<\/h2>\n<p>THC und CBD geh\u00f6ren zur Gruppe der Cannabinoide \u2013 Wirkstoffe aus der Cannabispflanze, die auf das k\u00f6rpereigene <a href=\"https:\/\/www.aerzte.de\/gesundheitsratgeber\/was-ist-das-endocannabinoid-system\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Endocannabinoid-System<\/a> wirken. Dieses System spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation von Schmerzempfinden, \u00dcbelkeit, Schlaf und Stimmung \u2013 allesamt Faktoren, die bei Krebspatienten und -patientinnen h\u00e4ufig beeintr\u00e4chtigt sind.<\/p>\n<p>THC wirkt psychoaktiv und kann insbesondere bei <strong>Krebserkrankungen<\/strong> hilfreich sein, um therapiebedingte Beschwerden zu lindern. Es kann Schmerzen reduzieren, <strong>\u00dcbelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie mildern<\/strong> und den <strong>Appetit anregen<\/strong>. In h\u00f6heren Dosen kann THC allerdings Nebenwirkungen wie M\u00fcdigkeit, Schwindel oder ein ver\u00e4ndertes Bewusstsein hervorrufen.<\/p>\n<p>CBD hingegen wirkt nicht berauschend. Es gilt als entz\u00fcndungshemmend, schmerzlindernd und beruhigend. Viele Betroffene berichten von einer <strong>stabilisierenden Wirkung<\/strong> \u2013 <a href=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/aktuell\/cbd-gegen-stress-wie-funktioniert-der-neue-trend\/\">besonders bei innerer Unruhe<\/a>, Schlafst\u00f6rungen oder \u00e4ngstlicher Anspannung, die im Verlauf einer Krebserkrankung auftreten k\u00f6nnen.<\/p>\n<blockquote><p>Je nach individuellen Beschwerden, Therapieverlauf und Vertr\u00e4glichkeit kann die Kombination von THC und CBD sinnvoll sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Deshalb erfolgt die \u00e4rztliche Dosierung und Auswahl <strong>cannabinoidhaltiger Medikamente<\/strong> bei Krebs immer sehr sorgf\u00e4ltig und patientenorientiert.<\/p>\n<h3>Sativa vs Indica: Welche Sorte ist wann sinnvoll?<\/h3>\n<p>Cannabis ist nicht gleich Cannabis. In der medizinischen Anwendung spielt auch die <strong>Sortenwahl<\/strong> eine wichtige Rolle \u2013 besonders das Verh\u00e4ltnis zwischen THC und CBD sowie die enthaltenen Terpene. Zwei Haupttypen stehen dabei im Fokus, n\u00e4mlich <a href=\"https:\/\/flowzz.com\/ratgeber\/indica-sativa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die Sorten Sativa vs. Indica<\/a>.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Indica-Sorten<\/strong> wirken meist beruhigend. Sie eignen sich bei Schlafst\u00f6rungen, innerer Unruhe oder chronischen Schmerzen. Viele Patienten und Patientinnen empfinden sie als k\u00f6rperlich entspannend.<\/li>\n<li><strong>Sativa-Sorten<\/strong> gelten als aktivierend. Sie k\u00f6nnen bei Ersch\u00f6pfung, Antriebslosigkeit oder Stimmungstiefs unterst\u00fctzend wirken \u2013 sollten aber bei starker Angst oder Unruhe mit Vorsicht eingesetzt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In der medizinischen Praxis werden oft <strong>Hybrid-Sorten<\/strong> verwendet. Diese kombinieren Merkmale beider Typen und lassen sich gezielter auf die Beschwerden abstimmen.<\/p>\n<h2><strong>Einsatzgebiete in der Krebstherapie<\/strong><\/h2>\n<p>Medizinisches Cannabis <strong>ersetzt keine Krebstherapie<\/strong>. Es kann aber helfen, belastende Symptome zu lindern \u2013 vor allem, wenn andere Medikamente nicht ausreichend wirken oder schlecht vertragen werden. In der Praxis kommt Cannabis vor allem in folgenden Bereichen zum Einsatz:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Chronische Schmerzen: <\/strong>THC kann die Schmerzwahrnehmung ver\u00e4ndern und so das Wohlbefinden verbessern \u2013 auch bei tumorbedingten <a href=\"https:\/\/www.caritas-gesundheit.de\/wissenswertes\/patienten-angehoerige\/anaesthesie-intensiv-notfallmedizin\/schmerzzentrum\/cannabis-schmerztherapie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schmerzen<\/a>.<\/li>\n<li><strong>\u00dcbelkeit und Erbrechen: <\/strong>Vor allem w\u00e4hrend einer Chemotherapie kann Cannabis helfen, die Beschwerden zu reduzieren.<\/li>\n<li><strong>Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust: <\/strong>THC wirkt appetitanregend und kann die Nahrungsaufnahme erleichtern.<\/li>\n<li><strong>Schlafst\u00f6rungen und Unruhe: <\/strong>CBD hat beruhigende Eigenschaften und unterst\u00fctzt einen erholsameren Schlaf.<\/li>\n<li><strong>Stimmungsschwankungen und Angst: <\/strong>Einige Patienten und Patientinnen berichten von einer ausgleichenden Wirkung auf die Psyche.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ob Cannabis in diesen F\u00e4llen eingesetzt wird, h\u00e4ngt von der individuellen Situation ab. \u00c4rzte und \u00c4rztinnen \u00a0pr\u00fcfen vorab sehr genau, ob die Voraussetzungen f\u00fcr eine Therapie erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<h2><strong>Fazit: Begleitend, nicht ersetzend<\/strong><\/h2>\n<p>Medizinisches Cannabis kann die Krebstherapie sinnvoll erg\u00e4nzen \u2013 vor allem bei Schmerzen, \u00dcbelkeit oder Appetitverlust. Ob THC, CBD oder eine Kombination: Die Behandlung muss \u00e4rztlich begleitet und individuell angepasst sein. Die Sortenwahl \u2013 Sativa vs. Indica \u2013 spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wichtig ist: Cannabis ersetzt keine Krebstherapie, kann aber helfen, die Lebensqualit\u00e4t deutlich zu verbessern.<\/p>\n<h2>Weitere Informationen<\/h2>\n<ul>\n<li>Cannabis und Cannabinoide bei Krebs: Stellenwert, Nebenwirkungen und Voraussetzungen: <a href=\"https:\/\/www.krebsinformationsdienst.de\/aktuelles\/detail\/cannabis-und-cannabinoide-bei-krebs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.krebsinformationsdienst.de\/aktuelles\/detail\/cannabis-und-cannabinoide-bei-krebs<\/a><\/li>\n<li>Cannabis bei Krebs \u2013 Berechtigter Einsatz in der Schmerztherapie?: <a href=\"https:\/\/www.krebsgesellschaft.de\/onko-internetportal\/basis-informationen-krebs\/nebenwirkungen-der-therapie\/cannabis-bei-krebs-ein-fester-platz-in-der-schmerzther.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.krebsgesellschaft.de\/onko-internetportal\/basis-informationen-krebs\/nebenwirkungen-der-therapie\/cannabis-bei-krebs-ein-fester-platz-in-der-schmerzther.html<\/a><\/li>\n<li>CBD bei Krebs: Wann kann das Pr\u00e4parat eine Hilfe darstellen?: <a href=\"https:\/\/www.aerzte.de\/gesundheitsratgeber\/cbd-bei-krebs-wann-ist-das-praeparat-eine-hilfe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.aerzte.de\/gesundheitsratgeber\/cbd-bei-krebs-wann-ist-das-praeparat-eine-hilfe<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kann Cannabis Krebs-Symptome lindern? Wie THC und CBD wirken, wann Sativa oder Indica sinnvoll sind \u2013 und was Sie beachten m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"author":26,"featured_media":6196,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,16],"tags":[1128,1011,470,471,1129,1169],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6192"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/26"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6192"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6197,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6192\/revisions\/6197"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6196"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}