{"id":4275,"date":"2017-06-23T17:07:08","date_gmt":"2017-06-23T15:07:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/?p=4275"},"modified":"2017-07-11T17:29:28","modified_gmt":"2017-07-11T15:29:28","slug":"parabene-in-kosmetik-wie-vertraeglich-ist-ihre-hautcreme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/gesuender-leben\/parabene-in-kosmetik-wie-vertraeglich-ist-ihre-hautcreme\/","title":{"rendered":"Parabene in Kosmetik: Wie vertr\u00e4glich ist Ihre Hautcreme?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Parabene werden bereits seit den 1930er-Jahren in Kosmetika, Lebensmitteln und Arzneimitteln eingesetzt. Doch in letzter Zeit sind sie in den Verdacht geraten, die Gesundheit zu gef\u00e4hrden. Verbraucher sind daher verunsichert, was diese Zusatzstoffe betrifft; es besteht Informationsbedarf: <\/span><i><span style=\"font-weight: 400;\">Was sind Parabene, wozu werden sie eingesetzt? Welche Risiken stehen in der Diskussion und ist die Verunsicherung gerechtfertigt? <\/span><\/i><\/p>\n<p><b>Was sind Parabene?<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Parabene sind eine Gruppe chemischer Stoffe. Sie sind in zahlreichen Kosmetikartikeln, wie z.B. Hautcreme, Bodylotion, Duschgel, Shampoo, Sonnencreme und Zahnpasta zu finden. Parabene haben eine antibakterielle und fungizide Wirkung und werden daher als Konservierungsstoffe eingesetzt. Denn Kosmetikartikel bestehen gr\u00f6\u00dftenteils aus Wasser, in dem sich Bakterien bekanntlich gerne ansiedeln und entwickeln. Um die Produkte also vor Keimbefall zu sch\u00fctzen und sie dadurch hygienisch sicherer und haltbarer zu machen, werden Parabene zugef\u00fcgt. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Es gibt eine Vielzahl verschiedener Parabene. Methylparabene und Butylparabene sind am besten untersucht und werden gleichzeitig am h\u00e4ufigsten verwendet. Benzyl- und Phenylparabene geh\u00f6ren widerum zu den Parabenen, die seit 2014 nicht mehr als Konservierungsstoffe in Kosmetika in der EU zugelassen sind.<\/span><\/p>\n<p><b>Parabene und hormonelle Wirkung<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Aus verschiedenen tierexperimentellen Studien ist bekannt, dass viele Parabene eine schwache \u00f6strogene Wirkung haben, da sie dem weiblichen Sexualhormon in dessen Struktur stark \u00e4hneln. Da Kosmetika durch das Auftragen auf der Haut vom Organismus aufgenommen und absorbiert werden, liegt die Vermutung nahe, dass die \u00f6strogene Wirkung sich auch hier entfaltet. Die Bef\u00fcrchtung, dass dies den nat\u00fcrlichen Hormonhaushalt ins Ungleichgewicht bringt, haben Tierexperimente mehrmals bewiesen. <\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/?utm_source=magazin&amp;utm_medium=magazin_banner&amp;utm_campaign=magazin_banner\" target=\"_self\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/content_3_banner.jpg\" alt=\"Arzttermine.de Online Termine buchen\" width=\"770\" height=\"230\" \/><\/a><\/p>\n<p><b>Parabene und Krebs<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">2004 ver\u00f6ffentlichten britische Wissenschaftler eine Studie, in der sie Parabene, insbesondere Methylparaben, im Fettgewebe von Frauen mit Brustkrebs nachweisen konnten. Da es bereits Hinweise darauf gibt, dass Hormone bei der Entstehung bestimmter Brustkrebsarten eine Rolle spielen, lag die Vermutung nahe, dass die \u00f6strogene Wirkung der Parabene f\u00fcr die Krebsentwicklung urs\u00e4chlich sein k\u00f6nnte. Dennoch konnte kein kausaler Zusammenhang zwischen den Parabenen und einem erh\u00f6hten Krebsrisiko hergestellt werde. Es fehlen vergleichbare Messungen in gesundem Gewebe. Der blo\u00dfe Nachweis einer Substanz im Gewebe l\u00e4sst n\u00e4mlich nicht darauf schlie\u00dfen, dass sie im Zusammenhang mit der Krebsentstehung steht. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Andere Forschergruppen konnten die Ergebnisse der britischen Wissenschaftler bisher nicht best\u00e4tigen. Die etablierten Sicherheitsuntersuchungen zeigten au\u00dferdem, dass Parabene praktisch nicht toxisch, nicht mutagen und nicht kanzerogen sind. Auch die Stellungnahmen verschiedener Institutionen, wie des BfR und des Deutschen Krebsforschungszentrums (<\/span><a href=\"https:\/\/www.krebsinformationsdienst.de\/vorbeugung\/risiken\/mythen.php\"><span style=\"font-weight: 400;\">DKFZ<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">) weisen darauf hin, dass f\u00fcr die Konzentrationen der zugelassenen Parabene kein Zusammenhang mit Brustkrebs hergestellt werden kann. Bis heute bleibt uns die wissenschaftliche Datenlage diesbez\u00fcglich also einen stichhaltigen Beweis schuldig.<\/span><\/p>\n<p><b>Parabene und Allergien<\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Ein weiterer Kritikpunkt an Parabenen ist deren allergenes Potenzial. In seltenen F\u00e4llen kann es zu einer Sensibilisierung, also einer allergischen oder allergie\u00e4hnlichen Reaktion kommen. Die Sensibilisierungsrate in Deutschland liegt bei etwa 1,6 % und ist damit relativ gering. In der Regel tritt eine Parabenallergie erst bei bereits gesch\u00e4digter Haut durch z. B. Ekzeme, Schuppenflechte oder Neurodermitis auf. Eine Allergie \u00e4u\u00dfert sich u. a. durch R\u00f6tungen und Juckreiz, welche nach dem Auftragen der Produkte auf die Haut jedoch erst verz\u00f6gert auftreten. Gesunde Haut ist hingegen nur selten betroffen. Im Vergleich zu anderen Konservierungsmitteln f\u00fcr Kosmetika ist die Vertr\u00e4glichkeit der Parabene im Allgemeinen jedoch sehr gut. Daher w\u00e4re ein Ersatz der Parabene durch andere Substanzen mit einem deutlich h\u00f6heren Allergierisiko wenig sinnvoll.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Was ist Ihre Meinung zu Parabenen in Kosmetika? Wir wollen von Ihnen h\u00f6ren!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Parabene werden bereits seit den 1930er-Jahren in Kosmetika, Lebensmitteln und Arzneimitteln eingesetzt. 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