{"id":4250,"date":"2017-06-09T16:45:41","date_gmt":"2017-06-09T14:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/?p=4250"},"modified":"2017-06-09T16:45:41","modified_gmt":"2017-06-09T14:45:41","slug":"machen-dich-deine-hormone-aelter-als-du-bist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/gesuender-leben\/machen-dich-deine-hormone-aelter-als-du-bist\/","title":{"rendered":"Machen dich deine Hormone \u00e4lter als du bist?"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;\">Der Einfluss der Hormone auf unser Leben ist enorm. Obwohl ihre Wirkung noch l\u00e4ngst nicht genug erforscht ist, so gelten sie schon heute, neben den Genen und der Umwelt, als der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis unseres Verhaltens und unserer Pers\u00f6nlichkeit, wie der Endokrinologe Martin Wabitsch in einem viel beachteten <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/zeit-wissen\/2013\/04\/hormone-haushalt-botenstoffe\">Zeit-Artikel<\/a>\u00a0deutlich macht. So ist es nicht verwunderlich, dass sie auch beim Altern eine herausragende Rolle spielen und die individuelle Wahrnehmung des Alterungsprozesses, ganz abgesehen vom tats\u00e4chlichen biologischen Alter eines Menschen, entscheidend mitpr\u00e4gen.<\/span><\/p>\n<p><strong>Wie nehmen die Hormone Einfluss aufs \u00c4lterwerden?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Verschiedene Hormone steuern den Alterungsprozess eines Menschen und leiten neue Lebensphasen ein. Wachstums- und Geschlechtshormone bedingen die k\u00f6rperlichen und psychischen Ver\u00e4nderungen in der Pubert\u00e4t und ein Abfall der \u00d6strogenproduktion im K\u00f6rper leitet bei Frauen die Wechseljahre ein. Daneben spielen das Schlafhormon Melatonin, das durch seine Eigenschaft als Radikalf\u00e4nger Alterungsprozesse verz\u00f6gern kann, sowie das Hormon DHEA, das Libido und Wohlbefinden von Frauen steuert, eine entscheidende Rolle beim Altern. Das Gehirn gibt das Signal f\u00fcr die Produktion dieser Hormone, welche daraufhin k\u00f6rperliche und psychische Ver\u00e4nderungsprozesse in Gang setzen.<\/span><\/p>\n<p><strong>Das psychologische Alter eines Menschen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Viel wichtiger als das biologische Alter und die hormonellen Ver\u00e4nderungen, die es mit sich bringt, ist jedoch das psychologische Alter eines Menschen. Die Weisheit: &#8222;Man ist so alt, wie man sich f\u00fchlt&#8220; bringt dieses Prinzip auf den Punkt und zeigt, dass die Wahrnehmung des Alterungsprozesses und seine Bewertung individuell sehr unterschiedlich sein k\u00f6nnen und nicht alleine an den Lebensjahren gemessen werden k\u00f6nnen. Doch auch das psychologische Alter wird, so hat die Wissenschaft inzwischen herausgefunden, entscheidend von den Hormonen mitbestimmt.<\/span><\/p>\n<p><strong>Die Rolle der Hormone beim Alterungsprozess<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Neben den k\u00f6rperlichen Ver\u00e4nderungen, die den Alterungsprozess begleiten und von Hormonen bestimmt werden, nehmen die Hormone auch entscheidenden Einfluss auf psychische Faktoren wie Zufriedenheit, Aufmerksamkeit und Aktivit\u00e4t. So sind sie mitverantwortlich daf\u00fcr, wie wir den Alterungsprozess erleben und verarbeiten. Sie k\u00f6nnen daf\u00fcr sorgen, dass Lebensfreude, Vitalit\u00e4t und Dynamik trotz fortschreitenden Alters erhalten bleiben, aber leider auch das Gegenteil bewirken. Regulationsst\u00f6rungen im Melatonin-Haushalt f\u00fchren beispielsweise zu Schlafst\u00f6rungen, die nicht nur daf\u00fcr sorgen, dass wir uns alt f\u00fchlen, sondern uns auch alt aussehen lassen. Auch das \u00d6strogen, dessen Konzentration im weiblichen K\u00f6rper mit fortschreitendem Alter abnimmt, schenkt uns neben einer straffen und jugendlichen Haut eine ausgeglichene Libido, w\u00e4hrend ein Mangel zu depressiven Verstimmungen f\u00fchren kann. Ebenso hat ein Mangel des Hormons DHEA einen negativen Einfluss auf unsere Stimmungslage und f\u00fchrt zu trockener Haut.<\/span><\/p>\n<p><strong>Hormone in den Wechseljahren<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Besonders in den Wechseljahren bekommen Frauen diese Diskrepanz deutlich zu sp\u00fcren: Denn w\u00e4hrend sie sowohl beruflich als auch privat mitten im Leben stehen, vor Lebenskraft und Tatendrang strotzen und l\u00e4ngst noch nicht ans Alter denken, leiten die Hormone Ver\u00e4nderungen im K\u00f6rper ein, die meist st\u00f6rende Begleiterscheinungen mit sich bringen. Denn wer hat schon Lust auf schlaffe Haut, Fettp\u00f6lsterchen und depressive Verstimmungen?<\/span><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/?utm_source=magazin&amp;utm_medium=magazin_banner&amp;utm_campaign=magazin_banner\" target=\"_self\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full\" src=\"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/content_3_banner.jpg\" alt=\"Arzttermine.de Online Termine buchen\" width=\"770\" height=\"230\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Wie kann auf den Hormonspiegel Einfluss genommen werden?<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend wir auf die anderen Schl\u00fcsselfaktoren unseres Lebens, die Genetik und die Umwelt kaum Einfluss nehmen k\u00f6nnen, ist unser Hormonspiegel immer auch von unserem Lebensstil und unserem individuellen Verhalten mitbestimmt. Denn Hormone und Psyche stehen in einer Wechselbeziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. So kann zum Beispiel durch sportliche Bet\u00e4tigung, Singen oder ein St\u00fcckchen Schokolade die Aussch\u00fcttung des Gl\u00fcckshormons Serotonin herbeigef\u00fchrt werden. Ein Spaziergang im Sonnenschein f\u00fchrt zu einem niedrigeren Melatoninspiegel im K\u00f6rper und so zu erh\u00f6hter Wachheit und Aktivit\u00e4t. Auch die therapeutische Gabe von Medikamenten, die den Hormonhaushalt beeinflussen, hat sich in vielen Bereichen bew\u00e4hrt gemacht. Die Antibabypille wirkt durch ihren Einfluss auf den weiblichen Hormonstoffwechsel empf\u00e4ngnisverh\u00fctend und auch Antidepressiva f\u00fchren zu chemischen Prozessen im Gehirn, die den Hormonspiegel positiv beeinflussen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><strong>Die Steuerung hormoneller Alterungsprozesse<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Warum also nicht auch andere hormonbedingte Prozesse im K\u00f6rper wie zum Beispiel das Altern durch behutsame Eingriffe in den Hormonstoffwechsel positiv beeinflussen? Denn wo das Alter fr\u00fcher mit all seinen Begleiterscheinungen als unver\u00e4nderliches Schicksal akzeptiert werden musste, sind Frauen heute h\u00e4ufig nicht mehr bereit, die negativen Konsequenzen des Alterns schicksalsergeben hinzunehmen. Denn das Alter kann zwar nicht aufgehalten werden, aber die Steuerung hormonaler Alterungsprozesse kann bewirken, dass das psychologische Alter und das biologische Alter wieder besser zueinander passen und so auch das Wohlbefinden deutlich zunimmt. Denn sch\u00fctteres Haar, schlaffe Haut und Fettp\u00f6lsterchen, die durch altersbedingte Hormonumstellungen bedingt sind, lassen uns nicht nur \u00e4lter aussehen, sie passen auch nicht zu unserem Lebensgef\u00fchl und unserem subjektiven Alter.<\/span><\/p>\n<p><strong>So alt sein, wie man sich f\u00fchlt \u2013 und auch so aussehen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6glich ist es also, durch Lebensstilver\u00e4nderungen und gezielte medikament\u00f6se Eingriffe in den Hormonstoffwechsel sowohl die \u00e4u\u00dferen Anzeichen des Alterns als auch psychologische Effekte positiv zu beeinflussen. Denn so wie Frauen heute beruflich und privat alles unter Kontrolle haben, m\u00f6chten sie sich nicht von negativen Begleiterscheinungen hormoneller Ver\u00e4nderungsprozesse in ihrer Lebensfreude und ihrem Tatendrang einschr\u00e4nken lassen. Denn nicht unsere Hormone, sondern allein wir bestimmen, wie alt wir uns f\u00fchlen!<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Einfluss der Hormone auf unser Leben ist enorm. Obwohl ihre Wirkung noch l\u00e4ngst nicht genug erforscht ist, so gelten sie schon heute, neben den Genen und der Umwelt, als der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis unseres Verhaltens und unserer Pers\u00f6nlichkeit, wie der Endokrinologe Martin Wabitsch in einem viel beachteten Zeit-Artikel\u00a0deutlich macht. 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