{"id":3780,"date":"2016-11-11T09:36:18","date_gmt":"2016-11-11T08:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/?p=3780"},"modified":"2016-11-15T16:22:36","modified_gmt":"2016-11-15T15:22:36","slug":"3-ueberlebensstrategien-fuer-die-trump-praesidentschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/aktuell\/3-ueberlebensstrategien-fuer-die-trump-praesidentschaft\/","title":{"rendered":"3 \u00dcberlebensstrategien f\u00fcr die Trump-Pr\u00e4sidentschaft"},"content":{"rendered":"<p>Das Gef\u00fchl der Ersch\u00fctterung ist uns mittlerweile allen bekannt. Nach dem Brexit-Volksentscheid und der US-Wahl wissen wir, wie es ist, beim Nachrichtenlesen in totaler Hoffnungslosigkeit zu versinken. Wir k\u00f6nnen uns nicht mal mit dem Gedanken tr\u00f6sten, dass diese Ereignisse ungl\u00fcglickliche Ausnahmen sind, denn die weltpolitische Tendenz geht derzeit eher in Richtung Populismus anstatt entgegen. Folglich bedeutet das, dass solche \u201e\u00dcberraschungen\u201d leider immer h\u00e4ufiger werden. So traurig wie es klingt, Entt\u00e4uschung und Unsicherheit k\u00f6nnten unser Los f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit sein. Also, was tun beim n\u00e4chsten Schock? 3 bew\u00e4hrte Strategien k\u00f6nnen helfen, mit solchen Umst\u00e4nden besser umzugehen. Neu sind sie nicht, aber warum sie funktionieren ist faszinierend.<\/p>\n<p><strong>Erstmal den unmittelbaren Schock \u00fcberwinden<\/strong><br \/>\nDer Begriff \u201cSchock\u201d wird oft umgangssprachlich im Zusammenhang mit einem Schicksalsschlag verwendet. Er soll einen Zustand der Verwunderung zum Ausdruck bringen &#8211; oder sogar die Abwesenheit von Emotionen. Wissenschaftlich gesehen hat der Schock jedoch eine eindeutige k\u00f6rperliche Manifestation. Er ist das Notfallprogramm des K\u00f6rpers. W\u00e4hrend einer Krise wird Blut von der K\u00f6rperperipherie (Arme und Beine) durch eine Verengung der Gef\u00e4\u00dfe in die K\u00f6rpermitte umgeleitet. Der K\u00f6rper versucht dabei, die Blutversorgung seiner wichtigsten Organe aufrechtzuerhalten, um sich vor den Folgen eines zu niedrigen Blutflusses zu sch\u00fctzen. Als Symptome eines akuten psychischen Schock k\u00f6nnen Herzklopfen, Zittern und vermehrtes Schwitzen auftreten. Diese verschwinden in der Regel nach ein paar Minuten wieder. Dauern sie jedoch an, sollte sich der Betroffene auf den Boden legen und seine Beine anwinkeln oder beispielsweise auf einen Stuhl auflegen. Dies l\u00e4sst Blut wieder zum Gehirn flie\u00dfen und verhindert somit Bewusstlosigkeit.<\/p>\n<p><strong>Das Ur-Beruhigungsmittel<\/strong><br \/>\nWeinen ist das allererste, das wir tun, wenn wir auf die Welt kommen. Schon in der Geburtsstunde ist es ein Zeichen von Gesundheit. Obwohl viele sich das Weinen abgew\u00f6hnen wollen, bleibt es unser Leben lang wichtig. Es dient als absolut notwendiges Ventil in Stresssituationen. Es leiert viele chemische Reaktionen an, die uns &#8211; einfach gesagt &#8211; runter kommen lassen. Beim Weinen werden Oxytocine, Noradrenaline und Adrenaline ins Blut ausgesch\u00fcttet. Diese Hormone haben f\u00fcr den K\u00f6rper denselben Effekt wie ein Beruhigungsmittel.<\/p>\n<p>Des Weiteren ist akute Augenfeuchtigkeit nicht nur gesund &#8211; darauf zu verzichten k\u00f6nnte sogar sch\u00e4dlich sein. Wenn der K\u00f6rper zu viele negative Gef\u00fchle anh\u00e4uft, kann das nicht nur Depressionen, Spannungen und Stress ausl\u00f6sen. Es ist auch gut m\u00f6glich, dass dies unseren Charakter oder unsere Pers\u00f6nlichkeit negativ beeinflusst oder gar ver\u00e4ndert. Reizbarkeit, schlechte Laune und Nervosit\u00e4t sind nur einige der Folgen.<\/p>\n<p><strong>Sag doch mal was!<\/strong><br \/>\nMan braucht keine aufwendigen Studien, um die Tatsache zu belegen, dass das Plaudern \u00fcber Sorgen tr\u00f6stend sein kann. Es f\u00fchlt sich schlichtweg gut an, verstanden zu sein. Nichtsdestotrotz hat die University of California Los Angeles sich vorgenommen die wissenschaftlichen Hintergr\u00fcnde zu erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>Die im Jahr 2007 durchgef\u00fchrte Studie hatte zwei Teile. Im ersten Teil wurden Menschen beobachtet w\u00e4hrend ihnen Bilder von einem zornigen Gesichtsausdruck gezeigt wurden. Dabei wurde die Amygdala-Region im Gehirn angeregt. Diese Region ist eine Alarmglocke des Zentralnervensystems. Von hier aus werden sch\u00fctzende biologische Systeme im K\u00f6rper angeschaltet, sogar selbst dann, wenn diese Bilder f\u00fcr weniger als eine Sekunde gezeigt wurden.<\/p>\n<p>Im zweiten Schritt haben Wissenschaftler das Gehirn beobachtet w\u00e4hrend die Studienteilnehmer ihre Gef\u00fchle beschrieben. Das Ergebnis: Wer seine Gef\u00fchle in Worte fasst, zeigt eine besonders hohe Aktivit\u00e4t im rechten Pr\u00e4frontalen Cortex des Gehirns. Diese sich hinter den Augen befindende Region spielt eine Rolle in unseren Emotionen &#8211; welche genau wurde noch nicht eindeutig erforscht. Wir wissen aber, dass Menschen, die Gef\u00fchle artikulieren, weniger Aktivit\u00e4t in der Amygdala Region zeigen, jedoch eine erh\u00f6hte Anregung des Pr\u00e4frontalen Cortex. Daraus zogen die Forscher folgende Schlussfolgerung: Wenn wir \u00fcber Schwierigkeiten sprechen, erleben wir weniger Alarmbereitschaft und mehr Entspannung. \u201cGenauso, wie man beim Autofahren bremst, wenn man ein gelbes Licht an der Ampel sieht, wirkt das Sprechen \u00fcber Emotionen wie eine Bremse f\u00fcr emotionale Reaktionen,\u201d schrieb Professor Matthew Liebermann in einer Pressemitteilung der UCLA.<\/p>\n<p><strong>Geteiltes Leid&#8230;<\/strong><br \/>\nWir sind durchaus soziale Wesen. Das l\u00e4sst sich leicht an der Tatsache erkennen, dass Einzelhaft die strengste Strafe ist, die in den meisten westlichen Gef\u00e4ngnissen erlaubt ist. Der Mensch braucht Gesellschaft. Aber es reicht nicht nur von Menschen umgeben zu sein (sonst w\u00e4ren Bahnh\u00f6fe die wahrscheinlich gl\u00fccklichsten Orte der Welt) &#8211; wir m\u00fcssen uns auch aktiv am gemeinschaftlichen Leben beteiligen. Und zwar in dem wir Anderen aktiv helfen. Zu diesem Ergebnis kam der Neurowissenschaftler Elizabeth Dunn w\u00e4hrend ihrer Studie an der University of British Columbia.<\/p>\n<p>In ihren Experimenten teilte Dunn ihre Teilnehmer in zwei Gruppen auf. Beide bekamen eine Summe Geld. Die H\u00e4lfte der Teilnehmer wurde gebeten, es f\u00fcr andere auszugeben. Die zweite H\u00e4lfte musste es komplett egoistisch ausgeben. Am Ende zeigte sich die erste Gruppe wesentlich gl\u00fccklicher als die egoistische.<\/p>\n<p>Sei es Trump oder blo\u00df der nervige Stau, diese 3 Bew\u00e4ltigungsmechanismen k\u00f6nnen helfen, mit Krisen umzugehen. Manchmal sind diese \u00e4sthetisch vielleicht nicht so sch\u00f6n &#8211; vor allem, wenn man im Supermarkt gleich weinen muss &#8211; aber sie sind \u00e4u\u00dferst nat\u00fcrlich und funktionieren wirklich.<\/p>\n<p>&#8211; TL Andrews<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gef\u00fchl der Ersch\u00fctterung ist uns mittlerweile allen bekannt. 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Folglich <\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":3781,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3780"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3780"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3780\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3781"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3780"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3780"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3780"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}