{"id":2908,"date":"2013-06-20T11:48:06","date_gmt":"2013-06-20T09:48:06","guid":{"rendered":"http:\/\/magazin.arzttermine.de\/?p=2908"},"modified":"2017-07-20T12:49:19","modified_gmt":"2017-07-20T10:49:19","slug":"diabetes-mellitus-typ-1-ursachen-symptome-und-behandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/lexikon\/erkrankungen\/diabetes-mellitus-typ-1-ursachen-symptome-und-behandlung\/","title":{"rendered":"Diabetes mellitus Typ 1 \u2013 Ursachen, Symptome und Behandlung"},"content":{"rendered":"<p>Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu einem erh\u00f6hten Blutzuckerspiegel (Hyperglyk\u00e4mie) f\u00fchrt. Um weitere Folgeerkrankungen zu verhindern ist es wichtig, rechtzeitig mit einer geeigneten Therapie zu beginnnen. Hier erfahren Sie mehr \u00fcber die Ursachen, Symptome und Behandlungsm\u00f6glichkeiten der Diabetes Typ 1 Erkrankung.<\/p>\n<p><b>Der Zuckerstoffwechsel<\/b><\/p>\n<p>Traubenzucker (Glukose) ist einer der wichtigsten Energielieferanten des K\u00f6rpers. Sowohl Gehirn- als auch Muskel- und Fettzellen werden vom K\u00f6rper konstant mit Glukose versorgt. Dazu versucht der K\u00f6rper eine ausreichende Konzentration von Zucker im Blut aufrechtzuerhalten, den sogenannten Blutzuckerspiegel. Er schwankt zwar im Laufe des Tages, liegt aber in etwa zwischen 80 und 120 Milligramm pro Deziliter.<\/p>\n<p>Glukose wird \u00fcber die Nahrung aufgenommen und gelangt schlie\u00dflich ins Blut. Damit die Zellen damit versorgt werden k\u00f6nnen, muss das Hormon Insulin gebildet werden, das den Transport des Zuckers vom Blut in die Zellen m\u00f6glich macht. Ohne Insulin bleibt die Glukose im Blut \u2013 die Zellen werden nicht mit Energie versorgt und der Blutzuckerspiegel steigt. Bei einer Diabeteserkrankung ist dieser Transport gest\u00f6rt, so dass es zu einer Erh\u00f6hung des Blutzuckerspiegels kommt.<\/p>\n<p><b>Verschiedene Formen von Diabetes<\/b><\/p>\n<p>Neben Typ-1-Diabetes wird noch unterschieden in Typ-2-Diabetes, das den Gro\u00dfteil aller Diabetiker betrifft, sowie der Schwangerschaftsdiabetes und einigen weiteren selteneren Diabetes-Formen.<\/p>\n<p><b>Ursachen und Risikofaktoren<\/b><\/p>\n<p>Typ-1-Diabetes betrifft etwa f\u00fcnf Prozent aller Diabetiker und tritt bereits im Kindesalter auf. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu Diabetes Typ-2 um eine Autoimmunerkrankung, die durch verschiedene Faktoren beg\u00fcnstigt werden: in vielen F\u00e4llen tragen Typ-1-Diabetiker spezielle Marker auf ihren wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen, so dass man von einer genetischen Veranlagung ausgeht, die das Risiko an Diabetes zu erkranken, erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zur genetischen Veranlagung geht man davon aus, dass bestimmte Viruserkrankungen den Ausbruch der Krankheit beg\u00fcnstigen. Dazu geh\u00f6ren Mumps- und R\u00f6telviren. Aber auch bestimmte Chemikalien oder Giftstoffe kommen als Risikofaktoren in Frage.<\/p>\n<p><b>Typ-1-Diabetes \u2013 Autoimmunerkrankung<\/b><\/p>\n<p>Durch die genannten Risikofaktoren bildet das k\u00f6rpereigene Abwehrsystem Antik\u00f6rper gegen Zellen der Bauchspeicheldr\u00fcse, die das Insulin produzieren. Schlie\u00dflich liegt ein absoluter Insulinmangel vor, der nur durch \u00e4u\u00dfere Gabe von Insulin behoben werden kann.<\/p>\n<p><b>Symptome<\/b><\/p>\n<p>Die typischen Beschwerden von Diabetes treten erst auf, nachdem etwa 80 Prozent der insulinbildenden Zellen zerst\u00f6rt wurden. Dann kann es zu<\/p>\n<ul>\n<li>Starkem Durst<\/li>\n<li>Hei\u00dfhunger<\/li>\n<li>Sehst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Infekte<\/li>\n<li>Mattigkeit, Abgeschlagenheit<\/li>\n<li>Vermehrtem Wasserlassen<\/li>\n<li>Juckreiz<\/li>\n<\/ul>\n<p>kommen. Zwischen dem Beginn der Krankheit und dem Ausbruch der Symptome k\u00f6nnen Wochen bis Jahre liegen. Treten die Symptome auf, so sind sie meist stark ausgepr\u00e4gt. Durch extrem hohe Blutzuckerwerte k\u00f6nnen Betroffene in ein diabetisches Koma verfallen. Die Anzeichen daf\u00fcr sind Bewusstlosigkeit und ein typischer Geruch nach Aceton in der Ausatemluft.<\/p>\n<p><b>Diagnose<\/b><\/p>\n<p>Bei Verdacht auf Diabetes misst der Arzt als erstes den Blutzuckerwert anhand eines einfachen Bluttests. Ist unsicher, ob es sich um Typ-1 oder Typ-2 handelt, kann dies anhand eines weiteren Bluttests auf spezifische Antik\u00f6rper, festgestellt werden.<\/p>\n<p><b>Behandlung<\/b><\/p>\n<p>Da bei Typ-1-Diabetes ein absoluter Insulinmangel vorliegt, also zu wenig bis gar kein Insulin mehr im K\u00f6rper gebildet wird, m\u00fcssen Betroffene lebenslang Insulin spritzen. Dabei stehen Normalinsulin als auch Insulinanaloga zur Verf\u00fcgung. Die M\u00f6glichkeit einer oralen Gabe von Insulin gibt es bisher noch nicht.<\/p>\n<p><b>Vererbung<\/b><\/p>\n<p>Sind Vater oder Mutter an Typ-1-Diabetes erkrankt so wird die Erkrankung mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei bis f\u00fcnf Prozent an die nachfolgende Generation vererbt. Leiden beide Elternteile an der Erkrankung, so steigt die Wahrscheinlichkeit auf bis zu 20 Prozent.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch Zuckerkrankheit genannt, ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die zu einem erh\u00f6hten Blutzuckerspiegel (Hyperglyk\u00e4mie) f\u00fchrt. Um weitere Folgeerkrankungen zu verhindern ist es wichtig, rechtzeitig mit einer geeigneten Therapie zu beginnnen. Hier erfahren Sie mehr \u00fcber die Ursachen, Symptome und Behandlungsm\u00f6glichkeiten der Diabetes Typ 1 Erkrankung. 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