{"id":1912,"date":"2013-07-23T15:09:27","date_gmt":"2013-07-23T13:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/magazin.arzttermine.de\/?p=1912"},"modified":"2013-07-23T15:09:27","modified_gmt":"2013-07-23T13:09:27","slug":"ruckenschmerzen-wann-operiert-werden-muss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.arzttermine.de\/magazin\/ratgeber\/ruckenschmerzen-wann-operiert-werden-muss\/","title":{"rendered":"R\u00fcckenschmerzen \u2013 wann operiert werden muss"},"content":{"rendered":"<p>Viele Menschen leiden unter R\u00fcckenschmerzen, oft monate- bis jahrelang. Eine Operation scheint da schnell und unkompliziert die erhoffte Heilung zu bringen. Tats\u00e4chlich steigt die Zahl der R\u00fcckenoperationen j\u00e4hrlich an und auch die Techniken werden immer besser. Doch die Erfolgschancen sind immer noch gering und das Risiko hoch. Dennoch gibt es einige F\u00e4lle, in denen eine Operation sinnvoll ist. Wann das zutrifft, das erfahren Sie hier.<\/p>\n<p><b>Die richtige Diagnose<\/b><\/p>\n<p>Bevor Sie sich f\u00fcr eine Operation entscheiden sollte eine genaue Diagnose gestellt werden. Sich eine zweite Meinung einzuholen, kann nie schaden. In 90% aller F\u00e4lle gleicht der K\u00f6rper die R\u00fcckenschmerzen innerhalb von zwei bis drei Monaten selbstst\u00e4ndig aus. Eine Operation sollte daher nicht voreilig durchgef\u00fchrt werden. Da manche Menschen diese Zeit jedoch nicht aufbringen k\u00f6nnen kann auch f\u00fcr sie eine Operation in Frage kommen.<\/p>\n<p><b>Wann eine Operation notwendig ist<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Nach einem Unfall, nach dem Sie Ihre Beine nicht mehr sp\u00fcren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Bei Quetschung der <a href=\"http:\/\/www.neuro24.de\/show_glossar.php?id=318\">Cauda equina<\/a> (Kauda-Syndrom), z.B. durch einen Bandscheibenvorfall, die zu\u00a0 heftigen Schmerzen, L\u00e4hmungen der Beine, St\u00f6rung der Blasen- und Mastdarmfunktion und unwillk\u00fcrlichen Abgang von Stuhl und Urin f\u00fchrt. Hier hilft nur eine rasche Operation, bei der der Druck von der Cauda equina genommen wird.<\/li>\n<li>Bei Ausfallserscheinungen funktionell wichtiger Muskeln, aufgrund eines Bandscheibenvorfalls oder eines verengten Wirbelkanals (<a href=\"http:\/\/www.uke.de\/kliniken\/spine-center\/index_79942.php\">Spinalstenose<\/a>), die auf eine Nervenwurzel dr\u00fccken. Neben R\u00fcckenschmerzen kann es auch zu Gef\u00fchlsst\u00f6rungen und L\u00e4hmungen in diesem Bereich kommen.<\/li>\n<li>Bei R\u00fcckenschmerzen \u00fcber einen langen Zeitraum, bei denen die konservative Therapie nicht angeschlagen hat, sowie bei verschlei\u00dfbedingten R\u00fcckenbeschwerden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Unspezifische R\u00fcckenschmerzen<\/b><\/p>\n<p>Zu den h\u00e4ufigsten und erfolgreichsten Operationen geh\u00f6ren die Versteifungs- und Entlastungsoperationen. Eine Operation sollte nur durchgef\u00fchrt werden, wenn die Ursache diagnostisch abgekl\u00e4rt wurde. Bei unspezifischen R\u00fcckenschmerzen (R\u00fcckenschmerzen mit ungekl\u00e4rter Ursache), egal ob akut oder chronisch, ist daher von einer Operation abzuraten.<\/p>\n<p><b>Versteifungsoperationen<\/b><\/p>\n<p>Versteifungsoperationen dienen meist dazu instabile Wirbels\u00e4ulenabschnitte zu stabilisieren oder Wirbels\u00e4ulenverkr\u00fcmmungen zu korrigieren. Dabei werden Schrauben in den Wirbels\u00e4ulenk\u00f6rper eingebracht und \u00fcber St\u00e4be miteinander verbunden. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen Bandscheiben, z.B. durch Knochenbl\u00f6cke oder Titanimplantate, ersetzt werden. In den darauffolgenden Monaten verwachsen (versteifen) die stabilisierten Wirbels\u00e4ulenabschnitte miteinander. Da die versteiften Segmente gleichzeitig jedoch auch nicht mehr gegeneinander bewegbar sind kann dies wiederum zur Abnutzung und erneuten Schmerzen f\u00fchren. Indikationen f\u00fcr eine solche Operation sind Wirbelbr\u00fcche, Knochenmetastasen, Wirbelgleiten, Skoliose, Morbus Scheuermann oder Spondylolisthese.<\/p>\n<p><b>Entlastungsoperationen<\/b><\/p>\n<p>Bei Entlastungsoperationen werden Teile von B\u00e4ndern und Wirbelb\u00f6gen, gegebenenfalls auch krankhafte Knochenanbauten entfernt, um eingeengte Nerven, z.B. bei Bandscheibensch\u00e4den oder Einengung des Wirbelkanals (Spinalstenose) zu entlasten. Die Stabilit\u00e4t der Wirbels\u00e4ule wird dadurch nur geringf\u00fcgig beeintr\u00e4chtigt. Alternativ k\u00f6nnen Wirbels\u00e4ulenspreizer eingesetzt werden und zur Entlastung der Wirbels\u00e4ule f\u00fchren. Die Methode ist zudem minimal-invasiv, die Operationsdauer kurz und nur eine leichte Narkose notwendig.<\/p>\n<p><b>Alternativen zur Operation<\/b><\/p>\n<p>Schmerzen allein sollten kein Anlass f\u00fcr eine Operation sein. Konservative (nicht-operative) Ma\u00dfnahmen sowie Schmerztherapie und Bewegungstraining sind wesentlich erfolgsversprechender und sollten immer die erste Wahl sein. Lassen Sie sich in jedem Fall ausf\u00fchrlich von Ihrem Arzt beraten.<\/p>\n<p>Bildquelle: \u00a9 Picture-Factory | Fotolia.com<\/p>\n<p>[at_widget specialty=&#8220;7&#8243; description=&#8220;Buchen Sie schnell und unkompliziert Ihren Wunschtermin direkt online. 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