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Was bedeutet Alkalisierung und warum ist sie wichtig?

Alkalisierende Lebensmittel

Ihr Körper, wie jeder Organismus, hat einen pH-Wert. Idealerweise sollte er zwischen 7,3 und 7,45 liegen damit alle chemischen Reaktionen problemlos erfolgen können. Schlechte Essgewohnheiten und problematische Lebensstilentscheidungen können jedoch zu einem unausgewogenen pH-Wert führen. Das liegt daran, dass einige Lebensmittel säurebildend im Körper wirken, was zu einer Übersäuerung und letztendlich zu Krankheiten führen kann.

Die Konsequenzen eines solchen Zustandes sind ernst zu nehmen. Eine andauernde Übersäuerung kann die Entsorgung von Giftstoffen hemmen und die Aufnahme von Nährstoffen erschweren. Aber zum Glück kann man das Problem relativ leicht korrigieren und den pH-Wert langfristig erhöhen (Alkalisierung). Dabei sind einige wichtige Punkte zu beobachten.

pH-Management im normalen Körper

Bevor man mit seinem chemischen Haushalt experimentiert, sollte man den gesunden Zustand des Körpers verstehen. Gewisse Teile von uns sind besonders säurehaltig, und das ist auch gut so. Der Magen hat zum Beispiel einen pH-Wert von 3 – größtenteils wegen der Anwesenheit von Fruchtsäuren. Sobald das Essen in den Darm gelangt, wird die Säure jedoch neutralisiert.

Ansonsten werden über das Blut verschiedene säurehaltige Nebenprodukte, die die Zellen nach und nach ausscheiden, verteilt. Dazu gehört Milchsäure, die beim Sportmachen von den Muskeln produziert wird. Sie wird im Blut zu den Nieren gebracht, wo sie abgebaut wird. Ebenso wirkt CO2 in den Lungen etwas säurebildend, aber dieser Effekt wird in der Regel direkt dort ausgeglichen.

Die Vorteile der Alkalisierung

Der größte Vorteil der Alkalisierung lässt sich im Magen spüren. Zu viel Fruchtsäure in diesem Bereich führt meistens zu einer Übersäuerung, die manchmal in der Speiseröhre landen kann (Sodbrennen). Sollte dies zu oft passieren, kann das Gewebe einen permanenten Schaden erleiden. Sogar Krebs kann eine Folge sein. Ein Antazidum wird häufig gebraucht, um das Problem kurzfristig zu lindern. Viel besser wäre allerdings eine Ernährungsumstellung – man sollte versuchen, mehr alkalisierende Lebensmittel zu sich zu nehmen. Aber mehr dazu etwas später.

Andere Vorteile sind ästhetischer Natur. Sprich, wer die Säure in seinem Körper reduziert, könnte etwas schlanker werden. Grund dafür ist, dass der Körper allgemein versucht, schädliche Stoffe im Fett zu lagern und somit mehr Fett produziert wird. Eine Umstellung auf alkalisierende Ernährung kann diesen Vorgang unterbrechen.

Ebenso kann eine Alkalisierung Veränderung in Ihrer Energie bedeuten. Sollten Übermengen an Säure im Körper vorhanden sein, wird er versuchen dies zu korrigieren – generell indem solche Säuren zur Leber gebracht werden, wo sie in Glukose umgewandelt wird. Diese Maßnahme kostet jedoch an sich viel Energie und führt zu einem Energiedefizit. Wenn sie ein pH-Gleichgewicht aber wiederherstellen könnten, würde diese Energieabgabe entfallen.

Wie kann ich meine Ernährung alkalisieren?

Grundsätzlich spielt Säure im Körper eine wichtige Rolle – seien Sie also vorsichtig beim Manipulieren dieses Gleichgewichts. Im Zweifelsfall sollten Sie sich immer an einen Arzt wenden, bevor Sie versuchen, Ihren pH-Wert zu verändern. Ihre Haupttaktik sollte stets darin bestehen, solche Lebensmittel zu vermeiden, die zu einer Übersäuerung führen können. Die schlimmsten Täter sind Produkte aus raffiniertem Mehl, Süßigkeiten, Brot, rotes Fleisch oder Wurstwaren. Stattdessen sind Lebensmittel wie Grünkohl oder Spinat zu empfehlen. 

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